Mithilfe von Füllungen lassen sich Zahndefekte unterschiedlichen Ausmaßes und unterschiedlicher Ätiologie restaurieren. Dabei unterscheiden sich Füllungen von Kronen insbesondere durch eine substanzschonende, defektorientierte und minimalinvasive Vorgehensweise. Denn während bei Kronen die komplette Zahnkrone rundherum beschliffen wird, umfasst der Substanzabtrag bei direkten und indirekten Füllungen lediglich den entsprechenden Defekt (Karies, Trauma, anatomische Anomalien, etc.) und ist damit um einiges weniger traumatisch für den Zahn und den Zahnnerv.

Direkte und indirekte Zahnfüllungen können aus Komposit (Kunststoff) oder Zement bzw. aus Keramik oder Gold bestehen.

Der Behandlungsablauf bei direkten bzw. indirekten Füllungen weißt Unterscheide auf. Dem Namen entsprechend werden direkte Füllungen in einer Sitzung komplett vollendet wohingegen bei indirekten Füllungen in der ersten Sitzung zunächst die Präparation des Zahnes inklusive Entfernung von Karies und ggf. Aufbau des Stumpfes, die Abformung und schließlich die provisorische Versorgung vorgenommen wird. In der zweiten Sitzung wird die fertige Arbeit final eingesetzt.

Zementfüllungen:

Zementfüllungen bestehen aus einem Glasionomerzement und gehören zu den direkten Füllungen. Aufgrund der beschränkten Belastbarkeit, Versprödung, makromechanischen Verankerung im Zahn und der sehr opaken, nicht-zahnfarbenen Beschaffenheit ist die Indikation solcher Füllungen eingeschränkt. Kosmetische Gründe verbieten die Verwendung im sichtbaren Frontzahnbereich genauso wie als Langzeitversorgung im Seitenzahnbereich aufgrund der Insuffizienz, die sich aus oben genannten Gründen nach Monaten bis wenigen Jahren einstellt. Daher dienen Zementfüllungen in erster Linie als provisorische Füllungen bei vor allem tiefkariösen Zähnen um den Heilungsprozess zu überbrücken und den gesunden Zahn anschließend mit einer hochwertigen, langfristigen Variante zu versorgen.

Zementfüllungen werden zu 100% von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Kompositfüllungen:

Kompositfüllungen werden im Gegensatz zum Zement adhäsiv mit dem Zahn verklebt sodass ein besserer und sicherer Verbund entsteht. Kunststofffüllungen sind äußerst ästhetisch und können durch spezielle Schichttechniken insbesondere in schwierigen Fällen so konzipiert werden, dass sie auch im Frontzahnbereich nicht vom natürlichen Zahn zu unterscheiden sind.

Sie stellen die hochwertige Variante der direkten Füllungen dar und bringen aufgrund der anspruchsvollen Materialien und des Mehraufwandes in der Regel einen Eigenanteil mit sich.

Keramikinlays/-onlay/-teilkronen:

Diese indirekten Einlagefüllungen zeichnen sich insbesondere durch ihre Ästhetik, Langzeitstabilität und Biokompatibilität aus. Keramik als prothetischer Werkstoff geht keine Wechselwirkungen mit dem Körper ein und kann daher nicht zu Allergien oder Überempfindlichkeiten führen. Da diese Füllungen entweder von Hand durch einen Zahntechniker oder mittlerweile immer verbreiteter auch durch CAD-CAM Technik im Labor passgenau und dimensionstabil hergestellt werden, sind sie den direkten Kompositversorgungen überlegen, deren materialabhängige Schrumpfung die Gefahr der Sekundärkaries vergrößert. Aufgrund des erhöhten Aufwandes und der Laborkosten fallen bei dieser hochwertigsten Versorgungsart Mehrkosten an.

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