Dreidimensionale Aufnahmemöglichkeiten und moderne Computerprogramme schaffen neue Möglichkeiten zur präzisen Versorgung mit Zahnimplantaten.

Die moderne Schlüsselloch-Chirurgie folgt einem simplen und wirkungsvollen Grundsatz: Je schonender der Eingriff gestaltet wird, desto schneller verläuft die Wundheilung und desto geringer ist die Belastung für den Patienten.

In unserer Praxis in Schwabing versorgen wir unsere Patienten schon seit Jahrzehnten erfolgreich mit Zahnersatz (Kronen, Brücken, Prothesen) auf Implantaten, die fest im Knochen verankert sind.

Vorteile der Fully-Guided-Implantologie:

  1. Geringer chirurgischer Eingriff, dadurch schnellere Heilung
  2. Kaum Schwellungen und Schmerzen nach einem Eingriff
  3. Deutlich reduzierte Eingriffsdauer
  4. Narkose oder Behandlung in Dämmerschlaf möglich
  5. Erhöhte Sicherheit durch Schabloneverfahren mit maximaler Genauigkeit
  6. Reduzierte Belastung durch Röntgenstrahlen beim DVT-Röntgen gegenüber einer Computertomografie

Ablauf einer herkömmlichen Implantation:

  • Öffnung des Zahnfleisches mit dem Skalpell
  • Ablösung des Knochens
  • Bohrung
  • Vernähen des Zahnfleisch
  • Versorgung mit Zahnersatz

Ablauf der Schlüssellochchirurgie ohne Skalpell:

  • Aufsetzen der Bohrschablone
  • Bohrung
  • Einbringen des Implantats
  • Versorgung mit Zahnersatz

Mit dem Verfahren der Schlüsselloch-Chirurgie kann in allen Fällen mit ausreichend Knochenangebot der notwendige Eingriff und damit die Belastung für den Patienten auf ein Minimum reduzieren werden. Den entscheidenden Unterschied macht eine neu entwickelte 3D-Diagnostik auf Grundlage der Volumentomografie (DVT-Röntgen). Dieses Verfahren liefert ein genaues räumliches Abbild der kompletten Gebiss- und Knochenstruktur und damit die Grundlage für die Erstellung einer Bohrschablone, mit deren Hilfe der Implantologe das Zahnimplantat präzise im Knochen verankern kann.

Beim normalen Verfahren wird das Zahnfleisch mit dem Skalpell geöffnet und der Kieferknochen freigelegt. Anhand der vorgefundenen Situation entscheidet der erfahrene Implantologe direkt, wo und wie genau das Implantat am besten zu verankern ist. Dabei spielt die Knochenstruktur, die Knochensubstanz und das Umfeld der benachbarten Zähne eine entscheidende Rolle. Nach dem Einbringen des Implantats wird das Zahnfleisch durch eine Naht wieder geschlossen.

Bei der Fully-Guided-Implantologie entfallen diese Schritte, da der Implantologe die finale Lage des Implantats auf dem dreidimensionalen Röntgenbild schon im Vorfeld präzise planen kann. Auf Grundlage der Computerdaten wird eine Bohrschablone angefertigt, die dem Zahnarzt die zuvor festgelegte Position des Implantates vorgibt. Bei diesem Verfahren wird das Zahnfleisch nur noch in der Größe der Bohröffnung (3-4mm) minimalinvasiv geöffnet. Das umliegende Gewebe bleibt unverletzt. Schwellungen, Schmerzen und der Heilungsprozess werden auf ein Minimum reduziert.

  1. Untersuchung, Diagnostik

3D-Röntgen mit dem DVT (Dentale/Digitale Volumentomographie). Innerhalb von Sekunden werden mehrere fein auflösende Aufnahmen erstellt. Die aufgenommenen Bilder werden zu einem präzisen realistischen Abbild des Kiefers, der Zähne und des Knochenvolumens zusammengefügt. Ergänzend wird ein Abdruck des vorhandenen Gebisses genommen, auf dessen Grundlage die Bohrschablone angefertigt wird.

  1. Patientengespräch

Anhand des virtuellen 3D-Modells können Zahnarzt und Patient den geplanten Ablauf der Implantation besprechen. Aufgrund der detailierten räumlichen Darstellung am Computer werden mögliche Schwierigkeiten (Knochenangebot, anatomische Strukturen) und individuellen Besonderheiten schon vorzeitig, ohne jeglichen chirurgischen Eingriff, erkannt. Darüber hinaus gewährleistet das Verfahren eine verlässliche Präzision bei der späteren Durchführung der Implantation.

  1. Vorbereitung für die OP

Auf Grundlage der Planung kann der Zahntechniker ein ästhetisch-funktionelles Provisorium anfertigen, das während der Einheilphase die Zahnlücke und ihre Dimensionen konserviert (Verhinderung von Zahnelongationen oder –kippungen). Auf Grundlage des eingangs angefertigten Zahnmodells wird nun die Bohrschablone erstellt, die dafür sorgt, dass das Implantat exakt an er richtigen Stelle im richtigen Winkel und in der richtigen Tiefe im Knochen fixiert werden kann.

  1. Die OP

Da das Zahnfleisch nur an einer kleinen Stelle –  an der später der Zahnersatz sitzt – geöffnet wird, kann die Betäubung viel schonender ausfallen. Für die Implantation wird die Bohrschablone auf den Zähnen bzw. dem Kiefer positioniert und verankert. Nach einer kleinen präzisen Bohrung wird das Implantat zehntelmillimetergenau an der vorgegebenen Stelle eingebracht. Im Anschluss wird das Implantat entweder wieder mit Zahnfleisch bedeckt oder mit einer Heilkappe zur Ausformung des Zahnfleischs versehen. Zum Schutz der Wunde und aus funktionell-ästhetischen Gründen wird darüber das vorbereitete Provisorium positioniert und an den Nachbarzähnen fixiert.

  1. Die Einheilphase

In den nächsten 10-12 Wochen verwächst das Implantat fest mit dem umliegenden Knochen. Die Individuelle Länge der Einheilphase hängt dabei von der jeweiligen Knochensubstanz ab.

  1. Endgültige Zahnversorgung

Ist das Implantat fest mit dem Knochen verwachsen wird es mit der endgültigen Versorgung (Krone, Brücke, Prothese) versehen.

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