Prophylaxe

Prophylaxe
Um Ihre Zahngesundheit zu erhalten, bieten wir Ihnen professionelle Zahnreinigung an, darüber hinaus die Vorsorge gegen Karies und Parodontitis.

Prophylaxe und Prävention

Eine profunde Prophylaxe bildet die Basis für eine gesunde Mundhöhle und eine gute Beziehung zwischen Patient und Arzt. Wie ein Haus nur auf einem stabilen Fundament erbaut viele Jahre lang überdauern kann, brauchen auch die Zähne gesunde Verhältnisse des sie umgebenden Zahnfleischs und Knochen, um ein Leben lang fest verankert zu bleiben. Auch Restaurationen wie Füllungen oder Kronen bleiben nur dann vorhersagbar kariesfrei, wenn sie gewissenhaft und gründlich Tag für Tag sauber gehalten werden.

In unserer Praxis basiert vom Tage der Neuvorstellung eines Patienten alles Weitere auf einer funktionierenden Prophylaxe. Dazu klären wir umfassend anhand von intraoralen Bildern über den Nutzen einer perfekten häuslichen Mundhygiene auf. Die Wertigkeit einer solchen wird klar, indem man sich folgendes bewusst macht: Je besser die Mundhygiene desto mehr Zeit, Geld und Nerven werden einem bei Zahnarztbehandlungen erspart. Zwar bestehen selbstverständlich genetisch bedingte, individuelle Unterschiede hinsichtlich Karies- oder Parodontitisrisiko, doch die Wahrscheinlichkeit, dass jemand kariöse Läsionen entwickelt, sinkt drastisch durch die professionelle Benutzung von Zahnbürste und Zahnseide.

Auch Mundgeruch (Halitosis) ist in nahezu allen Fällen eine Folge von unzureichender Mundhygiene. Hier geht es vor allem um geruchsbildende Bakterien, die sich in Zungenfurchen und in Zahnbelag aufhalten. Aus dem Grund sollte auch die Zunge in den täglichen Putzvorgang mit einbezogen werden.

Professionelle Zahnreinigung (PZR):

Im Rahmen der Professionellen Zahnreinigung werden in mehreren Arbeitsschritten sämtliche Zahnflächen von weichen und harten Belägen entfernt und poliert um Bakterien ein Wiederanhaften auf der Zahnoberfläche zu erschweren. Darüber hinaus dient der jährliche Recall auch als Remotivation und wird dazu genutzt auf Schwächen der häuslichen Mundhygiene einzugehen. Neben der Ultraschallspitze, die insbesondere für die Beseitigung von Verfärbungen und Zahnstein vorgesehen ist, kommen Zahnseide und dünne Polierstreifen zur Reinigung der Zahnzwischenräume zum Einsatz. Nach der finalen Politur wird zur Remineralisation Fluorid aufgetragen.

Zahnbürste:

Die Wahl der richtigen Zahnbürste lässt sich auf wenige Merkmale herunter brechen. Die elektrische Zahnbürste ist der Manuellen vorzuziehen, da die vibrierende oder oszillierende Bewegung bzw. der Ultraschall die Reinigungswirkung enorm verstärkt.

Ein weiteres zu beachtendes Kriterium ist die Härte der Borsten. Benutzt man die richtige Technik, kann von dem Gebrauch harter Borsten Abstand genommen werden, da diese mit höherer Wahrscheinlichkeit Reizungen und Mikroverletzungen des Zahnfleisches verursachen. Putzt man zusätzlich noch mit zu hohem Druck wird sich über kurz oder lang nicht nur das Zahnfleisch zurückziehen sondern auch sukzessive mehr und mehr Zahnschmelz abreiben und die Entstehung von Zahnhalsdefekten wird begünstigt.

Patienten, die empfindliche Zahnhälse, Zahnhalsdefekte oder zurückgezogenes Zahnfleisch haben sollten daher zu einem weichen Bürstenkopf greifen.

Zahnpasta:

Da die Inhaltsstoffe bis auf wenige, spezielle Ausnahmen nur unerheblich variieren ist das wichtigste Kriterium einer Zahnpasta der RDA (Radioactive Dentin Abrasion) Wert, der Aufschluss über den Substanzabtrag der Paste liefert. Je empfindlicher die Zähne, desto niedriger sollte der Wert sein. Produkte, die mit einem Bleaching-Effekt werben, besitzen einen vergleichsweise hohen RDA-Wert und sollten zum Wohl der Zahnsubstanz tendenziell gemieden werden.

Des Weiteren können Zahnpasten spezielle Stoffe, wie zum Beispiel Komplexbildner enthalten. Komplexbildner sind insbesondere in Sensitiv-Pasten enthalten, die für Patienten mit hypersensiblen Zahnhälsen entwickelt werden. Die Funktionsweise beruht darauf, dass die für die Beschwerden verantwortlichen freiliegenden Nervenkanäle samt Nervenfasern imprägniert und verblockt werden.

Eine Sonderform der Zahnpasten sind Fluoridlacke, die einen hohen Fluoridgehalt und keine Abrasionskörper enthalten. Diese Pasten sollten einmal pro Woche nach dem normalen abendlichen Zähneputzen verwendet werden um die Extraportion Mineralien zu liefern.

Zahnseide:

Unerlässliches Helferlein zur Reinigung der Zahnzwischenräume. Auch die gründlichste Reinigung mit Zahnbürste, Interdentalbürstchen und Spülung ersetzt die Zahnseide nicht. Nur sie kommt an die kritischen Stellen, an denen sich aufgrund vermehrter Plaqueretention häufig kariöse Stellen entwickeln. Einmal am Tag, bestenfalls abends nach dem Zähneputzen, müssen die Zahn-zu-Nachbarzahn Kontakte mithilfe der Zahnseide gereinigt werden.

Mundspülung:

Beliebtes, weil komfortabel und schnell durchzuführendes Add-On zur täglichen Mundhygiene, allerdings nahezu nutzlos ohne manuelle Reinigung. Je nach Inhaltsstoffen  desinfizierend, remineralisierend und erfrischend.

Prävention:

Neben der Prophylaxe mit der dazugehörigen Plaquekontrolle und Fluoridierung gehören der Prävention auch die richtige Ernährung und die Fissurenversiegelung an. Fissurenversiegelungen dienen dem Schutz unzugänglicher und kariesanfälliger Bereiche von tiefen Fissuren bei Seitenzähnen und werden vom 6. bis zum 18. Lebensjahr von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Seitdem die Fissuren jugendlicher Patienten flächendeckend versiegelt wurden, konnte ein dramatischer Rückgang der Karies beobachtet werden.

Karies (Zahnfäulnis) entsteht durch das Herauslösen von Mineralien aus Zahnschmelz und Zahnbein durch bakterielle Säuren. Spezielle Keime (insbesondere Streptococcus mutans) verstoffwechseln in der Nahrung enthaltene, kurzkettige Kohlenhydrate (Glucose, Fructose, Saccharose) und bilden dabei Säuren, die den pH-Wert der Mundhöhle senken und die Zahnoberfläche angreifen. Hochfrequenter Zuckerkonsum führt demnach zu einem stetig niedrigen pH-Wert. Um die Kariesaktivität zu verringern sollte man die täglichen Zuckerimpulse minimieren und beispielsweise eine Tafel Schokolade lieber auf ein- oder zweimal essen, anstatt viele kleine Einheiten auf den gesamten Tag zu verteilen. Darüber hinaus führt zuckerhaltige flüssige Nahrung, wie Cola, Eistee oder auch Apfelsaft zu einer enormen Kariesaktivität und sollte daher, wenn überhaupt, nur zu Mahlzeiten eingenommen werden.

Video: Zahnreinigung

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Video: Fissurenversiegelung

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Video: Fluoridprophylaxe

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