Schnarchschiene

 schnarchschiene-praxis-dr-mannl-in-muenchen
In diesem Text informieren wir Sie über Ursachen, Folgen, Risiken und Therapie der Schnarchproblematik. Abgesehen davon, dass lautes Schnarchen extrem störend für den Partner sein kann, können auch gesundheitliche Risiken auftreten.

Welche Ursachen liegen vor?

Der gemeinsame Nenner aller Faktoren, die Schnarchgeräusche auslösen können, ist eine Verengung der oberen Atemwege, also des Rachens und der Nase. Man unterscheidet zwischen normalem, nicht-krankhaftem Schnarchen aufgrund von Vibration des Zäpfchens und/oder des Gaumensegels und dem pathologischen, mitunter gefährlichen Schnarchen in Verbindung mit Schlafapnoe. Ursachen des ‚obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom’ sind unter anderem:

  • Übergewicht und damit verbunden voluminösere Rachenschleimhaut mit erhöhtem Fettanteil und schlafferem Gewebe
  • Verkrümmung der Nasenscheidewand
  • Polypen der Nase
  • Mandelvergrößerungen
  • Schnupfen

Was sind die Folgen des Schnarchens?

90 % der Schnarcher schlafen und atmen mit offenem Mund, weil durch die Nase nicht genug Luft einströmen kann. Infolgedessen verdunstet der Speichel mit seinen physiologisch wichtigen Bakterien, Enzymen, Immunkomponenten und Mineralien schneller. Dadurch werden Karies und Parodontopathien begünstigt. Nächtliche Atemaussetzer können gefährlich sein. Von Schlafapnoe spricht man, wenn man unter Atemstillständen von über 10 Sekunden bis zu zwei Minuten leidet. Durch die verringerte Atmung kommt es zu einer Minderung der Sauerstoffsättigung und Erhöhung der Kohlenstoffdioxidsättigung des Blutes und infolgedessen zu kurzen Weckreaktionen. Die Patienten nehmen diese nicht bewusst wahr, erreichen aber die Tiefschlafphase nicht. So leidet die Qualität des Schlafes und die so wichtige nächtliche Erholung bleibt aus. Entsprechend müssen die Betroffenen Symptome wie körperliche und geistige Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, Abgeschlagenheit, Trägheit und Nervosität hinnehmen. Auch der berüchtigte Sekundenschlaf am Steuer tritt gehäuft auf.

Welche Risiken gibt es?

Wenn Sie schnarchen oder Ihnen aus zunächst unerfindlichen Gründen eine immense Tagesmüdigkeit auffällt, ziehen Sie in Erwägung, uns zu konsultieren. Denn nicht vergessen werden darf, dass Schlafapnoe aufgrund der dadurch ausgelösten Stressreaktion im Körper im Verdacht steht, das Risiko für gravierende Erkrankungen wie Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall zu erhöhen.

Was sind die Therapiemöglichkeiten?

Nach der Ursache des Schnarchens richtet sich auch die Therapie. Folgende simple Maßnahmen können bereits helfen:

  • nachhaltige Änderung der Schlafposition von Rückenlage in Seiten- oder Bauchlage
  • körperliche Betätigung zur Fettreduzierung
  • gezieltes Training zur Erhöhung des Muskeltonus im Halsbereich
  • Verzicht auf Alkohol, Beruhigungs- und Schlafmitteln vor dem Schlafen (Muskelentspannung lässt den Rachen zusammensacken)
  • Schnarchpflaster oder Nasenschmetterlinge zur Weitstellung der Nasenlöcher
  • Schnarchringe, Schlafkissen

Führen diese Maßnahmen nicht zum Erfolg ist eine exakte Diagnostik (Schlaflabor, bildgebende Verfahren) unumgänglich. Steht die Ursache fest und ist keine chirurgische Intervention notwendig, haben sich Schlafmasken und insbesondere Schnarchschienen bewährt, die den Unterkiefer in vorgelagerter Position halten sollen. Schnarchschienen werden von uns individuell für Sie angefertigt.

 

Lesen Sie diesen Artikel im Experten-Ratgeber auf Jameda.de:

http://www.jameda.de/gesundheit/hals-nase-ohren/schnarchen-ursachen-risiken-behandlung/